Jens-A. Bose
(künstler. Beirat von Klassik in Spandau):

Lieber Till Schwabenbauer,
Ihnen, den Solisten und Ihrem gesamten Orchester spreche ich im Namen von Klassik in Spandau meinen Dank und meine Anerkennung für diesen wunderbaren Konzertabend, unser Eröffnungskonzert der Saison 2010/2011, aus.
Es war uns ein besonderes Vergnügen, die Spielfreude der jungen Musikerinnen und Musiker, die Lust an und mit der Musik, und das auf hohem Niveau, zu beobachten. Atemberaubend mit welcher Virtuosität, mit welcher Präzision, aber auch mit welcher Leichtigkeit und Spielfreude die beiden jungen Solisten Célia Schann und Max Simon den solistischen Part der NAVARRA beherrschten, eines der technisch anspruchvollsten Bravourstücke der Violin-Literatur!
Gleiches gilt auch für den erst achtzehnjährigen Pianisten Uschik Choi. Selten habe ich Chopin so locker, so perlend-virtuos und dabei so empfindsam und gereift erlebt. Wir waren fasziniert und fühlten uns gewissermaßen hineingezogen in diese wunderbare Klangwelt. Zu welchen künstlerischen Höhenflügen muss er erst gelangen, wenn er auf seinem eigentlichen, da originären, Hauptinstrument, dem Cello, brilliert?
Aber auch das Orchester unter Ihrem Dirigat war ein kongenialer Begleiter des Klavierkonzerts, indem es präzise und sensibel auf agogische Verläufe und das Chopin´sche Rubato reagierte.
Der Beethoven wurde jugendlich heiter und frisch musiziert, die" Brahmse" als das I-Tüpfelchen dieses Konzerts, waren tempramentvoll und swingend.
Kurz: ein durch und durch gelungenes Konzert und eine würdige Saisoneröffnung.
Ihnen und allen Musikerinen und Musikern wünsche ich weiterhin Lust am Muszieren, viele neue und interessante Projekte und ebensoviele beglückende Momente wie den gestrigen Abend.
Ihr
Jens A. Bose

Samstag, 09. Oktober 2010, 19.30 Uhr
Saison-
Eröffungs-Konzert:
"Klassik in Spandau"

Center Spandau der Mercedes-Benz Niederlassung Berlin,
Seeburger Straße 27

Programm: Pablo de Sarasate, Navarra
Solisten: Célia Schann, Max Simon
Ludwig van Beethoven, Symphonie Nr. 1 C-Dur op. 21
Frédéric Chopin, Klavierkonzert Nr. 2 f-Moll op. 21 
Solist: Uschik Choi
Johannes Brahms, Ungarische Tänze Nr. 5 und Nr. 1

Leitung: Till Schwabenbauer

Besetzung:
Flöten: Virgile Aragau, Joseph Pohl, Oboen: Anika , Rebekka Kussin
Klarinetten: Clémence Fabre, Lea Heinrich, Fagotte: Friedrich Grischkowski, Greta Dinslage, Hörner: Anton Richter, Jacob van Schaik, Trompeten: Lilith Grull, Tilmann Scheerer, Posaunen: Maurice Hensel, Pascal Hensel, Tuba: Joseph Grauel
Pauke und Schlagwerk: Antonia Sachse, Nico Lehrbach
1. Geigen: Laura Schwabe (Konzertmeisterin), Sophia Bobrik Frömke, Angela Bachmann, Nagisa Takahashi, Georg Theo Dan, Stephanie Appelhans, 2.Geigen: Maria Schwarzl, Eleonore Kauschke, Ling Show Lee, Yu Hsin Cheng, Marlene, Joaqin, Bratschen: Marc Kopitzki, Friedemann Slenczka, Kwame Cole, Louis Bona, Celli: Asja Krauser, Matti Heide, Vasily Bystrov
Bässe: Yelim Park, Lukasz Klusek